+++   19.10.2019 Chorkonzert in Freyenstein  +++     
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Unterstützung

Gut ausgerüstet mit einer Schwimmweste und mit einem stabilen Boot habe ich meine Freude und Entspannung beim Segeln auf dem Plauer See. So zeigt es das Bild aus dem vergangenen Sommer. Mir wird einmal mehr bewusst, wie sicher und versichert ich lebe, während Tausende auf völlig überladenen Booten, mit ständiger Lebensgefahr, mit nichts als das am Leib, das Mittelmeer überqueren. Wie können wir uns mit so verschiedenen Lebenserfahrungen hier in Deutschland begegnen? Ist es möglich einander zuzuhören, zu geben und zu nehmen, Verständnis füreinander zu entwickeln? Uns verbindet ein gemeinsames Erleben: Wir sind doch alle mal fremd. Viele Vertriebene und Flüchtlinge leben unter uns. Sie haben einen großen Erfahrungsschatz.

 

Ihr Glaube war ihnen eine Hilfe. Gut, daß es den Psalm 23 als uralte Gewissheit gibt: Der Herr ist mein Hirte... Und ob ich schon wanderte... Christen wissen, daß sie weltweit Geschwister mit dem Bruder Jesus haben, in Syrien, in Afghanistan, in Eritrea...Geschwister müssen sich nicht unbedingt vertragen, haben aber eine gemeinsame Grundlage im Glauben an Gott, als seine geliebten Kinder. Als Beauftragter für Flucht, Migration und Integration im Kirchenkreis möchte ich Verknüpfungen herstellen, bestehende Willkommensintiativen unterstützen und in den Gemeinden zuhören, wie die Enttäuschungen, die Ängste, die Hoffungen und Erwartungen heißen. Eine Beratung und Begleitung von Ehren-und Hauptamtlichen ist möglich. Für die Kommunen und den Landkreis will ich ein Ansprechpartner in Flüchtlingsfragen sein.

 

Johannes Kölbel